Vitrinenrahmen

BeiVitrinen-Bilderrahmen bzw Objekt-Bilderrahmen wird mittels einer Abstandleiste „Luft“ geschaffen zwischen Bilderglas und Bild.

WALTON FORD, GERAHMT BEI HERR LEUTNER

Walton Ford: Prassende Affen als Gegenwartskunst

Blutige Bullen, kämpfende Tiger: Die Tierdarstellungen von Walton Ford wirken altmeisterlich – weshalb sich der kahlköpfige Maler dafür rechtfertigen muss, als Gegenwartskünstler zu gelten. Dabei verweigert er sich lediglich gewöhnlicher Stilmittel.

ASTRID KLEIN, GERAHMT BEI HERR LEUTNER

Die schwarzweissen Fotobilder von Astrid Klein wirken oft wie aus der Tiefe des Raumes, der Zeit an die Oberfläche projiziert. Nicht helldunkel, sondern dunkeldunkelhell sind sie. Aus dem Schwarzen treten graphitgraue Zeichen hervor, drei Figuren zum Beispiel, ein Schädelhaufen, zwei Dolche, Schränke, Maschinen oder Architektur. Bildfragmente, die ineinandermontiert, übereinandergeschichtet werden und zusammen manchmal ausschauen als seien sie geprägt.

RICHARD PRINCE, GERAHMT BEI HERR LEUTNER

Erstes Aufsehen erregte Richard Prince Ende der 1970er Jahre durch abfotografierte Werbeanzeigen und Bilder aus Verkaufskatalogen, die weder Schrift noch Logos erkennen ließen. Schmuck und Accessoires gehobenen Lebensstils sowie edle Interieurs prägen die Atmosphäre dieser frühen Farbfotografien des Künstlers. Aspekte der Populärkultur Amerikas und Porträts verschiedener sozialer Milieus tauchen in seinem Werk, das Gemälde, Fotografien, Skulpturen und Installationen umfasst, hauptmotivisch immer wieder auf. Hierzu zählen Gruppen unterschiedlicher Subkulturen wie Rocker und deren Girlfriends (so der Titel einer Werkserie von Prince).
Zu seinen populärsten Gemälden gehören die sogenannten Jokes und Cartoons, auf denen Witze in Form von Schriftbildern beziehungsweise Zeichnungen mit Acryl im Siebdruckverfahren auf Leinwände übertragen werden. Auch wenn Prince sich mit vordergründig Banalem wie den Motorhauben von Autos beschäftigt, gelingt es ihm, diese in einen Schwebezustand zu überführen, der gleichermaßen dem Trivialen wie dem Auratischen verhaftet ist

EVA ZAR, GERAHMT BEI HERR LEUTNER

Die Arbeiten von Eva Zar sind ein Einblick in „Eva’s messy head“. Leuchtende Farben, ein Berg von Symbolen und schrille Objekte schaffen ein Überangebot von Information.

Ausstellung von 18.09. bis 8. 10. 2015

ASTRID KLEIN, GERAHMT BEI HERR LEUTNER

Die schwarzweissen Fotobilder von Astrid Klein wirken oft wie aus der Tiefe des Raumes, der Zeit an die Oberfläche projiziert. Nicht helldunkel, sondern dunkeldunkelhell sind sie. Aus dem Schwarzen treten graphitgraue Zeichen hervor, drei Figuren zum Beispiel, ein Schädelhaufen, zwei Dolche, Schränke, Maschinen oder Architektur. Bildfragmente, die ineinandermontiert, übereinandergeschichtet werden und zusammen manchmal ausschauen als seien sie geprägt.

PETER DOIG

Fisherman, 2014
Farbpigmentdruck 87 x 69 cm
Gerahmt von HERR LEUTNER

Peter Doig gilt als einer der maßgeblichen und international einflussreichsten Maler der Gegenwart.

Doigs Gemälde beziehen sich einerseits auf die Geschichte der Malerei und sind andererseits fest im heutigen Leben verankert. Ausgangspunkt für seine Bilder sind oft Reiseprospekte, Zeitungsfotos, Filmstills oder private Schnappschüsse. In ihnen finden sich die wechselnden Umgebungen und Gesellschaften, in denen der Künstler gelebt hat: die gefrorenen Seen seiner Kindheit in Kanada, die schillernde Metropole London oder zuletzt die karibischen Landschaften und urbanen Szenerien von Port of Spain auf der Insel Trinidad. In den Gemälden, deren Ruhe jeden Moment zu kippen scheint, gerinnen Erinnerung, Biographisches, populäre Bilder und erzählte Handlungen zu traumartigen Sequenzen.

BERTIEN VAN MANEN

BERTIEN VAN MANEN
Hundert Sommer, Hundert Winter, Tomsk Railwaystation 1991
C-Print 30x40cm
Gerahmt von HERR LEUTNER

Sechzehnmal ist sie durch die ehemalige Sowietunion gereist, hat dort gelebt und dabei fotografiert, was ihr begegnet ist: postsowjetischer Alltag. Bertien van Manen ist aber nicht distanzierte Bildberichterstatterin geblieben, sie hat sich in Moskau, St. Petersburg, Rostock, Novosibirsk, Odessa, in Kasachstan, Usbekistan, Moldawien oder Georgien auf die Menschen eingelassen. Sehr direkt, aber nie zynisch erzählt die holländische Fotografin mit ihren Farbbildern Geschichten von Freundschaft und Liebe, Freude, Schmerz, Alter, Einsamkeit und Tod. Kommunalwohnungen, Möbel und Tapeten, Geschirr, Kleider, Blumensträusse, Krimskrams, Kofferradios und Fernseher spiegeln die Lebensbedingungen wieder. Die Fotografien der Intérieurs und ihrer Bewohner sprechen von Armut und zugleich vom Versuch, in Würde zu leben. Bertien van Manens Arbeitsweise, der fotografierten Szene eine eigentümliche Farbigkeit abzugewinnen, spitzt die Aussagekraft der Gegenstände – einer Bettdecke oder bereitgestellten Essens – dramatisch zu. Damit hebt sich ihre Reportagefotografie von den meisten journalistischen Arbeiten deutlich ab: Bildaufbau oder Farbigkeit dienen nicht einer unsinnigen Ästhetisierung eines schwierigen, im bestem Fall unspektakulären Alltags, sondern sind direkter emotionaler Ausdruck des Erlebten.

JACK PIERSON

Knowest thou the ordinances of heaven 2009
Pigment print, gefaltet, 210 x 157 cm
Gerahmt von HERR LEUTNER

Jack Pierson fotografiert Menschen, Landschaften und Stilleben als romantisch-poetische Momentaufnahmen. Er zeigt die Schönheit des Alltäglichen und interpretiert ausschnitthaft und nahsichtig Banales als etwas Faszinierendes und Ergreifendes.

Seine neueren fotografischen Arbeiten vermitteln eine ruhigere Stimmung. ››Das eigentliche Thema dieser Fotografien ist das dekorative Gestalten von Licht und Farbe. So lenkt Pierson vom Bildgegenstand ab und verlegt die Rezeption auf eine Ebene hinter dem Sichtbaren: Pierson evoziert Assoziationen und Gefühle. Technische Perfektion, so erklärt er, stehe dem im Wege« (Christoph Heinrich).

Jack Pierson ist der jüngste Künstler der Boston School und seit Mitte der 90er Jahre institutionell sehr präsent. Die Einzelausstellungen im Whitney Museum of American Art New York 1994, im Museum of Contemporary Art Chicago 1995, im Frankfurter Kunstverein 1997 sowie irn Sprengel Museum Hannover 1999 sind nur einige herausragende Stationen in der Biographie von Jack Pierson.